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Projekt zum Holocaust-Gedenktag am 27.01.2017

Anlässlich des Holocaust-Gedenktages am 27.01. haben die Klasse 9a in Kooperation mit dem „evangelischen Religionsunterricht“ ein Projekt durchgeführt.

 

Das Vorhaben bestand darin, an verschiedenen Gedenkorten in Lichterfelde und Steglitz der Opfer des Holocaust zu gedenken.

Die Schüler die Klasse 9a haben sich in Kleingruppen über einen ausgewählten Gedenkort informiert. Am 26.01. standen sie an ihrem Gedenkort bereit und haben die 10. Klassen über „Geschichten“ zu ihrem Ort informiert.

 

Der kleine Stadtspaziergang führte die 10. Klassen an ausgewählten Stationen vorbei.

 

 Stationen:

 

Station 1: Jüdische Blindenanstalt für Deutschland, Wrangelstr. 6

Station 2: Matthäuskirche am Denkmal für die Opfer des NS-Regimes, Schlossstr. 44

Station 3: SS-Kaserne, Finckensteinallee 63

Station 4: SS Wirtschafts- und Verwaltungsgebäude, Unter den Eichen 127

Station 5: Gedenktafel, Albrechtstr. 81

Station 6: Denkmal am Ort des großen KZ-Außenlagers, Wismarerstr. 26/27

Station 7: Spiegelwand zur Erinnerung an die Synagoge Haus Wolfenstein, Hermann-Ehlers-Platz

 

Anschließend fanden sich die 10. Klassen in der Mensa ein.

Die Schüler des evangelischen Religionsunterrichts hatten eine szenische Lesung zum Thema „die Wannseekonferenz“ einstudiert. Zuvor hatten sie sich mit einem Besuch im Haus der Wannseekonferenz auf die Aufführung vorbereitet und ein halbes Jahr nachmittags geprobt.

Die Aufführung wurde aus den Mitteln der Dietrich-Bonhoeffer-Stiftung großzügig gefördert. Ohne diese Förderung wäre die Arbeit nicht möglich gewesen.

Am Morgen des 27.01. trafen sich alle 10. Klassen und die 9a an der Spiegelwand am Hermann-Ehlers-Platz und gedachten der Opfer des Holocaust.

An dieser Stelle möchten sich Herr Theissen-Körner (ev. Religionslehrer) und Herr Hönighaus bei allen beteiligten Schülern für ihre tatkräftige Unterstützung zur Realisierung des Projekts bedanken.

 

Hier sind weitere Eindrücke des Projekts:

Erinnerungen von Sandra und Pia zum Projekt (Klasse 9a)

Unsere 9. Klasse hat das Holocaust-Projekt behandelt, weil wir zu diesem Thema eine Bildungsfahrt nach Theresienstadt machen.

Nachdem wir im Unterricht das Thema behandelt haben, sind wir mit der Klasse zu einigen jüdischen Denkmälern/Gedenkstätten gegangen. In den folgenden Ethik-Stunden haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und sind zu den dazugehörigen Denkmälern gefahren. Dort besuchten uns dann die 10. Klassen, die das Thema ebenfalls im Unterricht behandelt haben. Wir erzählten ihnen die wichtigsten Informationen zu den Gedenkorten.

Wir beide haben uns mit der jüdischen Blindenanstalt in der Wrangelstraße beschäftigt. Dort lebten und arbeiteten jüdische Blinde, die in der nationalsozialistischen Zeit deportiert wurden.

Nach ein paar Jahren wurde das Gebäude zum Nazareth Waisenhaus. Schließlich wurde das Haus abgerissen und an der Stelle entstand ein Neubau.

Jetzt ist es ein Ärztehaus.

Am 27. Januar sind wir zur Spiegelwand nach Steglitz gefahren und haben dort Rosen und einen Blumenkranz niedergelegt.

Wir fanden das Thema interessant, aufschlussreich und bewegend. Wir würden es anderen Klassen weiterempfehlen.“