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PARIS - EXKURSION

P A R I S - EXKURSION der Religionskurse und des Wahlpflichtbereiches Französisch

(16.6.-20.6.2017)

Am frühen Morgen des 16. Juni 2017 machte sich eine Gruppe von 28 Schülerinnen und Schülern der evangelischen und katholischen Religionskurse und des Wahlpflichtbereiches Französisch auf den Weg in die Weltstadt PARIS!

Schon um 5.30 fanden sich alle am Flughafen Berlin/Tegel ein, um schon 3 Stunden später im Norden von Paris am Flughafen Charles de Gaulle ein erstes französisches Sprachbad zu genießen: Der Weg aus der Vorstadt in das Herz von Paris musste nun im Métroplan gefunden werden, denn dort waren wir in einer Jugendherberge mitten im jüdischen Viertel und nur 10 Minuten von der Kathedrale Notre Dame entfernt untergebracht.

 

Unser 5-Tage-Programm war prall gefüllt: Gleich am ersten Tag erkundeten wir das jüdische Marais-Viertel, das unsere Aufmerksamkeit mit seinen reizvollen kleinen Geschäften und zahlreichen Hinweisen auf Verfolgungen der jüdischen Bevölkerung seit dem 13. Jhdt. auf sich zog. Auch konnten die Schüler ihre Sprachkenntnisse erproben und erste kleine französische Einkaufsdialoge in einer „boulangerie“ führen. Und siehe da: Man versteht uns!

Die Kathedrale Notre Dame auf der „Ile de la Cité“ beeindruckte uns durch ihren gotischen Baustil und ihre zahlreichen farbigen Rosettenfenster – trotz der Warteschlangen vor der Kirche und die terrorbedingten Kontrollen, ließen wir uns nicht davon abhalten, bis ins Innere der Kirche vorzudringen und uns in den Bann des Schauplatzes des Hugo‘schen Romanes „Der Glöckner von Notre Dame“ ziehen zu lassen.

Am Abend konnten wir in der Jugendherberge „à la française“ ein 3-Gänge-Menue einnehmen, um uns dann anschließend gut gestärkt in das Nachtleben von Paris zu stürzen, was sich dann in der Regel auch als als lohnenswert herausstellte:

Tatsächlich gibt es sie, die „attractions touristiques de Paris“, die wir schon im Lehrbuch entdeckt hatten: Den Montmartre mit dem Moulin Rouge und dem Sacré Coeur an der Place du Tertre….. Aber dass hier nun tatsächlich der im Buch erwähnte Jongleur, namens Traoré (Fußballfans wissen, dass es sich hier um einen französischen Nationalspieler handelt) sein Können zum Besten gab, hatten wir nicht erwartet. Und schon lange nicht, dass der ein oder andere von uns mit ihm gemeinsam jonglieren durfte….

Ein weiteres Highlight an diesem Abend: Lifemusik an der Place du Tertre. Unsere Mädels verfielen dem Charme der jungen Künstler, schwärmten, sangen, tanzten,…. Wir konnten die Schüler nur mit Mühe von diesem Platz zu nächtlicher Stunde zurück in die Herberge bewegen. Und am nächsten Tag war die Begeisterung gar nicht mehr zu bremsen, denn wir fanden uns bei den Künstlern auf Instagram wieder! Ein wirklich gelungener Abend!

 

Der Besuch der Katakomben, der ehemaligen unterirdischen Steinbrüche von Paris, die seit dem 18. Jhdt. als Beinhaus dienten, konfrontierte uns am nächsten Morgen mit der Vergänglichkeit des menschlichen Lebens und brachte uns darüber hinaus eine angenehme Abkühlung bei Außentemperaturen von bis zu 34 °.

Neben einer Ralley auf den weltberühmten Champs-Elysées, die manch` Schüler dazu verführte, statt die Aufgaben zu erledigen, in einen Kaufrausch zu verfallen und darüber die Zeit zu vergessen, führte uns der Weg zum Triumphbogen mit dem Grab des unbekannten Soldaten.

Ein besonderer Höhepunkt war die abendliche Fahrt auf der Seine entlang der berühmten Gebäude von Paris, die wir zum Teil schon besucht hatten. Nun jedoch erschienen sie in einem besonderen Licht aus ungewohnter Perspektive. Als gegen Ende der Fahrt „en Bateau Mouche“ der Eiffelturm, wie zu jeder vollen Stunde am Abend, zu glitzern begann, war die Begeisterung nicht mehr zu bremsen… An diesem Abend entstanden vermutlich die meisten Fotos und Filme, die die Schüler als „update“ ihren Familien und Freunden in die Heimat schickten.

Unsere Kursfahrt stand bewusst auch im Zeichen des Themas „Spuren christlicher Religionen in Paris“: Somit stand der Besuch eines katholischen Gottesdienstes in der deutschsprachigen Gemeinde St. Albertus Magnus auf dem Programm. Es wurde das urkatholische Fest Fronleichnam gefeiert, für uns ein weiterer Anlass, uns im Vorfeld mit dem Thema „Ökumene – Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der evangelischen und katholischen Kirche“ auseinanderzusetzen. Ein Lob auf unsere Schüler und den sehr aufgeschlossenen Pfarrer, die sich sehr geduldig aufeinander einließen!

Am Sonntagnachmittag – was bietet sich bei strahlendem Sonnenschein Besseres  an – machten wir uns auf den Weg nach Versailles, der Schlossanlage des Sonnenkönigs Louis XIV. In den Gärten empfingen uns erfrischende Wasserspiele mit barocker Musik untermalt: Zeit, in den Anlagen zu entspannen und das pulsierende Leben der Großstadt ein wenig in den Hintergrund treten zu lassen.

Eine Führung durch die Straßen des „protestantischen Paris“ und anschließend eines der größten Museen der Welt, den Louvre, rundeten das Programm mit dem Blick auf Da Vincis „Mona Lisa“ ab.

 

Längst haben wir in 5 Tagen nicht alles sehen können, und manche Aufregung blieb uns nicht erspart (vergessene Koffer und Rucksäcke am Bahnsteig, verpasste Ausstiege in der Métro, verlorener Anschluss in Versailles, Kaufrausch auf den Champs-Elysées, verpasster Abstieg auf dem Eiffelturm, Gruselomas in der Jugendherberge….) Es bleibt dennoch der etwas wehmütige Blick auf eine wunderschöne Woche im Herzen von Paris! Und es bleibt die Whattsappgruppe: „Morgen früh im ersten Flieger nach Paris!“

Wir freuen uns auf die nächste Fahrt nach Paris!

 

(H. Theissen-Körner, M. Tietmeyer)