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Ethik

Wer bin ich? Wer will ich sein? Was ist mir wichtig? - Fragen über Fragen, die den Alltag der Jugendlichen prägen. Ethik bietet Zeit und Raum den elementaren Themen geordnet auf den Grund zu gehen.

Das Fach Ethik wird an der Max-von-Laue-Schule ab der Klassenstufen 7 zweistündig unterrichtet.

Seit dem Schuljahr 2006/2007 ist Ethik an allen Berliner Schulen für alle Schülerinnen und Schüler fest verankert. Es wird unabhängig von weltanschaulicher Einstellung und religiöser Bindung von der 7. bis zur 10. Klasse unterrichtet. Es orientiert sich an den in der Verfassung verankerten demokratischen Werten. Die Schülerinnen und Schüler erlernen in Ethik weitreichende Kompetenzen, wie die Fähigkeit zu ethischer Reflexion und Dialogfähigkeit.

 

Vom Rahmenlehrplan ist vorgegeben, dass „innerhalb jeder Doppeljahrgangsstufe Aspekte aus mindestens drei unterschiedlichen Themenfeldern untersucht werden“ müssen. „Am Ende der Sekundarstufe I müssen Aspekte aus allen Themenfeldern untersucht worden sein.“ (S. 18)

Es stehen zur Auswahl:

Themenfeld 1: Wer bin ich? Identität und Rolle

Themenfeld 2: Wie frei bin ich? Freiheit und Verantwortung

Themenfeld 3: Was ist gerecht? Recht und Gerechtigkeit

Themenfeld 4: Was ist der Mensch? Mensch und Gemeinschaft

Themenfeld 5: Was soll ich tun? Handeln und Moral

Themenfeld 6: Worauf kann ich vertrauen? Wissen und Glauben

In der 7. Klasse werden u.a. Fragen zur Identität, Familie und Freundschaft, dem Glück und Stereotypen vertieft. Zudem werden Einblicke in abrahamitische Religionen gewährt.

In Klasse 8 werden dann Vorbilder und Ideale geprüft, Sucht und Gewalt thematisiert, sowie die Menschenrechte in den Kontext globaler Gerechtigkeit gestellt.

Im 9. Jahrgang reflektieren die Schülerinnen und Schüler die Notwendigkeit von Zivilcourage in Anbetracht von Rassismus, Diskriminierung und Vorurteilen. Hier wird zunehmend der Fokus auf philosophisches Propädeutik gelegt, indem Fragen der Anthroposophie und Tugendethik gestellt werden.

In der 10. Klasse stellen sich die Schülerinnen und Schüler dann die Frage nach dem Sinn des Lebens, der Bedeutung von Freiheit, hinterfragen Menschenbilder und vertiefen soziale Themen wie Sexualität und Partnerschaft und gesellschaftlicher Orientierung.

 

In jedem Jahr schulen die Jugendlichen Kompetenzen des Wahrnehmens und Deutens, Argumentierens und Urteilens, sie nehmen unterschiedliche Perspektiven ein und lernen in einen konstruktiven Austausch zu treten.

Im Fachbereich klären wir zudem über globale Zusammenhänge und Möglichkeiten fairen Handelns auf. Dabei unterstützen wir gemeinsam eine Schule in Mekerie, stehen über eine Klassenpatenschaft in Kontakt mit einem Kind in Pakistan, sammeln über Pfandflaschen Gelder für „Brot für die Welt“ und unterstützen mit Plastikdeckeln den Kampf gegen Polio. Zurzeit engagieren wir uns dafür, als „faire Schule“ offiziell anerkannt zu werden.

 

Dies haben Schülerinnen und Schüler der 7a 2018 über Ethik geschrieben:

 

In Ethik können alle mitmachen. Sie denken vielleicht, dass man bei jedem Fach mitmachen kann, aber das stimmt nicht. Zum Beispiel braucht man bei Kunst eine künstlerische oder bei Deutsch eine sprachliche Ader. Ethik ist für jeden! Jeder kann mitreden und etwas lernen

Wir lernen Mitmenschlichkeit und Mitgefühl. Wir lernen, respektvoll miteinander umzugehen und Konflikte so zu lösen, dass alle etwas davon haben. Wir lernen uns selbst und die anderen besser kennen. Durch Ethik können wir verstehen, warum sie sind, wie sie sind. Wir kennen jetzt zum Beispiel unsere Stärken und Schwächen. Nun können wir dazu stehen und daran arbeiten, wie wir sein möchten. Wir können uns schon viel besser ausdrücken und unsere Ansichten so formulieren, dass wir mit anderen diskutieren können. Wir analysieren Probleme. Zum Schluss bilden wir uns erst ein Urteil, nachdem wir alle Seiten gehört haben.

Der Unterricht macht Spaß und man lernt dabei. Wir besprechen wichtige und spannende Themen. Die Tests machen sogar viel Spaß.

 

Über Ethik von Schülern der 8d:

Wir lernen die Welt kennen. Wir haben bereits festgestellt, dass wir jedem helfen sollten, womit wir nur können. Wir sind eine Weltgemeinschaft und müssen uns unterstützen, egal woher wir kommen. Man bekommt einen Eindruck von der ganzen Welt - von den Menschen und deren Kultur, aber natürlich auch von Problemen in den verschiedenen Ländern. Zum Beispiel lernten wir, dass in Pakistan und anderen Krisengebieten die Kinder hart arbeiten müssen und was wir dagegen unternehmen können. Das Thema war sehr spannend. Wir haben über einen Jungen namens Ahmad Raza gesprochen. Wir unterstützen mit einer Klassenpatenschaft diesen Jungen in Pakistan. Wir haben viele Aktionen veranstaltet, um unsere Mitschüler und Eltern über die Probleme in Entwicklungsländern aufzuklären und haben Spenden für den Jungen, seine Familie und die Dorfgemeinschaft gesammelt. Damit wurden zum Beispiel ein Wasseranschluss in seinem Dorf und eine Straße gebaut. Ahmad kann jetzt zur Schule.“

 

Hier gibt es tollen Ethikunterricht und tolle Ethiklehrer, die alles ganz genau erklären können. […] Wir lernen viel über aktuelle Probleme. Wir lernten, welche Rechte Kinder auf dieser Welt haben und dazu gehört Bildung und ein selbstbestimmtes Leben. Wir lernen, dass wir etwas wert sind und das stärkt unser Selbstwertgefühl. Wir haben unsere Werte analysiert und was uns wirklich im Leben wichtig ist.

Von Schüler*innen der 7a