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''Aristophanes Vögel - lesen, malen und singen''

Im Projekt ''Aristophanes Vögel - lesen, malen und singen'' haben 22 Schülerinnen und Schüler der Klassen 7a, 7b, 7g und 8g teilgenommen. Nach dem Besuch der Aufführung der Vögel am Samstag den 23.06.18 im Schlosspark-Theater und nach einer kurzen Einführung in die altgriechische Komödie, den Dichter Aristophanes und die Besonderheiten des antiken Theaters im Vergleich zum heutigen, wurde die Handlung des Stücks Vögel sowie ausgewählte Ausschnitte gelesen und besprochen. 
Dann haben die Schülerinnen und Schüler kleine Gruppen gebildet, sich jeweils einen Teil der Handlung gewählt und ihn abgebildet. Zusätzlich haben alle Kinder zusammen unter der Leitung von Frau Oikonomou zwei Chorlieder des Stücks (in der bearbeiteten Version des griechischen Komponisten Manos Chatzidakis) zu singen gelernt. 
 
 
In den Mittelpunkt wurde die dichterische Phantasie des Werkes gestellt, wie sie von den dramatischen und den lyrischen Teilen (Chorliedern) belegt wird: vom verrückten Traum der Gründung einer glücklichen Stadt der Vögel im Himmel, von den lustigen Komplikationen während seiner Realisierung und von der inspirierten Aussicht auf die erlösende Wirkung der Kunst auf das menschliche Dasein. 
 
Aristophanes' poetischer Höhenflug - verfaßt und aufgeführt in einer Zeit katastrophaler Verhältnisse in Athen - weist darauf hin, dass die Schönheit der Kunst die Menschen am tiefsten erheitern und beseligen kann; sie kann sie im wahrsten Sinne ''beflügeln'', einigermaßen so wie die beiden Protagonisten sich in Vögel verwandeln und dadurch die sinnlose Hektik (und die Tragik) des ''modernen'' Lebens entkommen. Indem die erbarmungswürdigen, vergänglichen Menschen an der Heiterkeit der Kunst teilnehmen - der Dichtung, der Musik, des Gesangs oder der gestaltenden Phantasie in welcher Weise auch immer - nehmen sie zugleich an der zeitlosen Harmonie und Vollkommenheit des Himmels teil. Sie werden einigermaßen auch selber göttlich, soweit es den sterblichen Wesen möglich ist, und erheben sich über ihr Leiden hinaus - ähnlich wie die Vögel am Ende des Stücks zu den neuen Göttern erhoben werden.