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Parisfahrt 2019

Am 1. März 2019 machten sich 23 Schülerinnen und Schüler der Max-von-Laue Oberschule und des Hermann Ehlers Gymnasiums mit ihren Lehrern auf den Weg in die Metropole Paris.
Wie immer waren die Teilnehmer des evangelischen bzw. katholischen Religionsunterrichts und der Französischkurse hierzu eingeladen.

Unsere Unterkunft in der zentral gelegenen Jugendherberge MIJE im jüdischen Maraisviertel war der Ausgangspunkt für zahlreiche Ausflüge zu den
„attractions touristiques“:

Gleich am ersten Tag trotzten wir dem etwas bescheidenen Wetter und bewunderten die Kathedrale Notre Dame, deren grandiose Architektur in ihrer übergroßen Dimensionalität auch unsere Schüler beeindruckte. Kein Monument ist enger mit der Geschichte  von Paris verbunden.

Gleich am nächsten Tag – auch dieses Mal konnten uns Sturm und Regenwetter nicht davon abhalten – brachen wir in den Norden von Paris zum Montmartre, dem berühmten Künstlerviertel des 19. Jhdt. auf der Anhöhe der Stadt auf. Und gleich wurde das erste Taschengeld auf der Place du Tertre in Portraitierungen investiert. Zudem wurden wir durch einen großartigen Blick auf die Stadt im Schatten der Basilika Sacré-Coeur belohnt. Ungeahnte Fähigkeiten unserer Schüler kamen dann auf dem nahe gelegenen Künstler-Friedhof von Montmartre zum Tragen, als sie am Grab des berühmten Dichters Heinrich Heine die Verse „Wo wird einst des Wandermüden letzte Ruhestätte sein?“ vortrugen. Ein Foto vor dem ehemaligen Nachtclub Moulin Rouge durfte natürlich auch nicht fehlen….

Am Ende eines langen Tages stärkten wir uns jeweils bei einer warmen Mahlzeit in der Jugendherberge, wenngleich unsere Erwartungen an ein „menu à la française“ in 3 Gängen leider ganz und gar nicht erfüllt wurden. Unsere Schüler zeichneten sich dennoch durch ihr charmantes und freundliches Verhalten gegenüber den Angestellten aus, indem sie ihr gesamtes Sprachwissen zur Anwendung brachten, um z. Bsp. bei der Essensausgabe behilflich zu sein! Excellent, mes chers amis!!!!!!

Das Erlebte sollte natürlich in Erinnerung bleiben, so saßen wir abends in der Herberge zusammen, um den zumeist hervorragenden Referaten der Jugendlichen zu lauschen.

Ein besonderes Highlight war auch dieses Mal die Nachtfahrt mit den Bâteaux Mouches über die Seine, vorbei an allen bedeutenden Monumenten der französischen Metropole. Selfies, Sprach- und  Videonachrichten ließen die zu Hause Gebliebenen wissen: Die Stimmung in Paris scheint echt gut zu sein!!!

Der nächste Tag stand ganz im Zeichen unserer Ralley entlang der „Axe historique“ und führte vom Louvre, wo wir die weltberühmte „Mona Lisa“ suchten und – klein wie sie war – auch fanden, durch den Tuilerienpark über die Champs-Elysées bis hin zum Triumphbogen, den Napoléon seinen Soldaten 1805 nach dem Sieg bei Austerlitz versprach. Leider blieb an diesem Tag nun keine Zeit mehr, die zahlreichen Boutiquen der Champs-Elysées zu stürmen, um Adiletten, Trikots, Parfums, Handtaschen der „haute couture“ zu erwerben. Welch‘ eine Enttäuschung!!!!

Aber – so das Anliegen von uns Lehrern - für fast alles lässt sich eine Lösung finden, und so bekamen die Schüler am vorletzten Tag der Reise Zeit, um alles, was das Herz begehrte und der mittlerweile bei dem ein oder anderen geschrumpfte Geldbeutel noch zuließ, zu erwerben. Ganz besonders beliebt waren die Macarons, die manches Schaufenster in Form von kunstvoll zusammengesetzten Sehenswürdigkeiten wie z. Bsp. dem Eiffelturm, zierten.

Der Sonntag unserer Auslandsfahrten steht immer ganz im Zeichen eines Gottesdienstbesuches. Dieses Mal wurden wir in der deutschsprachigen evangelischen Christuskirche sehr herzlich begrüßt, und auch hier zeigten sich unsere Schüler von ihrer besten Seite.

Der Besuch der Kathedrale von St. Denis beeindruckte uns aufgrund der sich dort befindenden Gräber der Königinnen und Könige Frankreichs seit dem 5.Jhdt. – nicht zuletzt erschauerten wir, als uns Herr Theissen-Körner, wie so oft auf dieser Reise, historisch Spannendes zu berichten wusste, wie z. Bsp. die Legende vom hier begrabenen Hl. Dionysius, der nach seiner Enthauptung noch 8 km bis nach St. Denis gelaufen sein soll, wo dann die Basilika ihm zu Ehren erbaut wurde.

Noch zahlreiche weitere Sehenswürdigkeiten dieser grandiosen Weltstadt konnten wir in 5 Tagen bewundern. Was uns aber nachhaltig in Erinnerung bleibt ist der gute Zusammenhalt der Gruppe und das freundliche und aufmerksame Verhalten unserer Schüler uns und unseren europäischen Nachbarn gegenüber.

Gern kommen wir wieder!